Roadshow Tag 19: Innsbruck

  • 12 June 2021

Liebe Generation Grundeinkommen

In der Tiroler Gemüseanbauregion beginnt bei leichtem Regen der letzte Arbeitstag der Woche. Florian will für die Interviews heute direkt bei unsem Stand sein Studiomobil parken. Wir denken die Anfahrt- und Parkmöglichkeiten in die Landeshauptstadt durch. Doch Samstags ist der Verkehr gering, wir fahren direkt in die Innenstadt, stehen pünktlich bei prachtvollem Wetter an der Annasäule am belebtesten Platz von Innsbruck. Unsere Mitglieder Lukas Bruckmüller und Michael Zitterl helfen heute und ja, wir werden jede Unterstützung brauchen. 

Kaum ist unser Infostand errichtet, besucht uns Soziallandesrätin Gabriele Fischer. Sie zeigt sich der Idee des BGE sehr zugeneigt und gibt ein ausführliches Interview. Kurz darauf kann Helmo den Betreiber von Hinterzimmer.tv Flo Rudig befragen. Er vergleicht wie die Pandemie 2020 für Moderatoren und Veranstalter wirtschaftlich zu überleben war mit der hypothetischen Situation wie es mit einem bedingungslosen Grundeinkommen gewesen wäre. Fazit: Veränderung und schnell flexibel reagieren ist leichter, wenn ein Teil des Einkommens garantiert bleibt.

Pepe, Lukas, Michael führen ständig Gespräche, sogar Florian, der filmt muss einspringen. Unser Broschürenstapel schmilzt, wie Schnee in der Sonne. Es ist aber auch Skepsis und manchmal sogar offener Ausländerhass abzufedern. Wir weisen immer wieder darauf hin, dass mit Grundeinkommen niemand schlechter leben wird. Alle können bleiben wie sie sind. Doch viele wollen, dass sich endlich was ändert, denn es läuft ja so viel falsch. Paradox – Alle wollen Veränderung, aber niemand will gestört werden. Es gilt zu verstehen: das Grundeinkommen macht selbst keine Veränderung, aber es verhindert sie auch nicht. 

Abends sind wir von der Soziallandesrätin eingeladen zum Gedankenaustausch mit Vertreter*innen der Grünen Wirtschaft und der Presse.
Wir können einige Missverständnisse klären, speziell die Konsumsteuer wird durch unsere Ausführungen verständlicher. Leider bleibtl zu wenig Zeit, aber der wechselseitige Respekt ist geschaffen, die Bereitschaft für mehr Austausch vorhanden, so geht es in kleinen Schritten Richtung BGE für alle.
Danke Innsbruck für diesen intensivsten Roadshowtag, der uns vor zwei Wochen noch völlig überfordert hätte.

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